Paul Trüdinger

Die bis 1980 „Neue Kirche“ genannte heutige Kreuzkirche verkörpert den Geist des „Neuen Bauens“ am Ende der 1920er-Jahre, wonach sich Innen und Außen entsprechen sollen. Der rötlich changierende Baukörper wird geprägt durch einfache kubische Formen: der langgestreckte Kirchenraum geht in die runde Apsis über, das Dach ist durch ein Lichtband getrennt, auffallend gemusterte Backsteinpfeiler prägen den unterschnittenen Eingangsbereich mit dem aufragenden Turm. Konstruktiv erreicht Trübinger dies durch einen ausgefachten, leichten Stahlskelettbau.
Der Kirchenraum selbst nimmt das römische Motiv der Basilika auf: Der weite, stützenlose Raum geht in eine eingezogene, leicht erhöhte Chorapsis über, deren einziger Schmuck das große Kreuz der hinter dem Altar eingebauten früheren Orgelwand ist.
Die flache Decke scheint über einem umlaufenden leuchtenden blauen Schriftlichtband zu schweben, nach Osten hin eine große, farbige Glasfensterwand. Der helle Wandputz innen ist wie außen leicht rosa changierend. Viele Elemente stammen aus der Erbauungszeit: die Leuchter, die Taufschale, die feingestalteten Holzflächen. Die Kirche kann zum nebenliegenden Saal geöffnet werden. Die Emporenorgel wurde 2021 zur digitalisierten Konzertorgel umgebaut.
Weitere Informationen:
70329 Stuttgart-Hedelfingen
Deutschland
- Gebäude: 1929/30
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