Die „Spur der Erinnerung“ verläuft mitten durch Bad Urach
Am Dienstag, 13. Oktober 2009 wird ein Teil der „Spur der Erinnerung“ auf Straßen und Wegen in Bad Urach aufgebracht.
Diese Farbspur und die Aktionen, die Mitte Oktober in vielen Gemeinden zwischen Grafeneck auf der Schwäbischen Alb und dem Innenministerium in Stuttgart gemalt und veranstaltet werden, sollen an die weit über 10.000 geistig behinderten und psychisch kranken Menschen erinnern, die im Zuge der sogenannten „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ im Jahre 1940 in Grafeneck umgebracht worden sind. Auch in Bad Urach selber waren damals einige Opfer zu beklagen.
Mit der „Spur der Erinnerung“ wird der Ort der Opfer in Grafeneck mit dem Ort der Schreibtischtäter in Stuttgart symbolisch verbunden.
Das „Haus auf der Alb“ beteiligt sich mit einer Reihe von Beiträgen an dieser Aktion.
Insbesondere werden wir ab Mitte Oktober für einige Wochen im Haus auf der Alb für unsere Gäste und die örtliche Öffentlichkeit eine Ausstellung mit dem Thema „Grafeneck 1940“ präsentieren.
Wir sind Mitorganisatoren einer musikalischen Lesung des Theater Lindenhofs mit demselben Titel, die in der Uracher Amanduskirche am Mittwoch, 21. Oktober stattfinden wird.
Und wir kooperieren mit dem lokalen Organisationskreis bei der kommentierten Vorführung des Nazi-Propagandafilms „Ich klage an“, der am Dienstag, 27. Oktober im Kino Forum 22 gezeigt werden wird.
Darüber hinaus haben wir einige einschlägige Veranstaltungen im Haus für lokale Gäste geöffnet und beteiligen uns am örtlichen Aktionstag, der allein in Urach von einer vierstelligen Zahl von Menschen getragen werden wird.
Grafeneck gehört zum Kreis der Gedenkstätten in Baden-Württemberg die von der Landeszentrale für politische Bildung betreut werden.
www.gedenkstaette-grafeneck.de

