Ein goldener Stein für Goldstein
Seit Donnerstag, 21. Mai 2009 erinnert direkt vor den Stufen zum Haus auf der Alb ein „Stolperstein“ an das Wirken und Schicksal von Dr. Georg Goldstein, dem Bauherrn des Gebäudes.
"Man müsste sie erfinden. Gäbe es die Stolpersteine nicht bereits zwanzigtausendfach in ganz Deutschland und mit ihnen die Erinnerung an ermordete Menschen", schreibt der Reutlinger Generalanzeiger dazu.
Seit zwölf Jahren verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig kleine Denkmäler vor den Häusern von ermordeten Juden, Homosexuellen, Sinti, Roma und Nazi-Gegnern.
"Rund 50 zumeist junge Menschen schauen zu, als der Kölner Künstler den Stein zwischen die grauen Bodenplatten einfügt. Als Teilnehmer eines europäischen Jugendtreffens sind sie gekommen, um sich auszutauschen.
Dass sie Zeuge dieser Stolpersteinlegung’ werden ist Zufall – aber ein glücklicher Zufall", schreibt die Südwestpresse.
Die jungen Menschen werden die Erinnerung und die Art, mit der eigenen Vergangenheit umzugehen, in ihre Heimat mitnehmen.
Mit diesem kleinen Mahnmal mitten im Tagungsalltag erinnert das Haus auf der Alb an Dr. Georg Goldstein (1877-1943), den Direktor der Gesellschaft für Kaufmannerholungsheime (DGK), der als Bauherr in den Jahren 1929/30 das Haus auf der Alb in Bad Urach errichtet hat.
Nach 1933 wurde er wegen seines jüdischen Glaubens aus allen Ämtern entlassen. Im März 1943 wurde das Ehepaar Goldstein in das KZ Theresienstadt deportiert. Dr. Georg Goldstein wurde hier im August 1943 ermordet. Seine Frau Margarethe erlitt im Oktober 1944 in Auschwitz dasselbe Schicksal.
"Erinnerung an Georg Goldstein"
http://www.stolpersteine.com

