Die Reichskanzler der Weimarer Republik

Eine Ausstellung im Haus auf der Alb zeigt zwölf Lebensläufe in Bildern

Die zwölf Reichskanzler der Weimarer Republik sind heute weitgehend vergessen. Die Ausstellung möchte diese Männer wieder im kollektiven Gedächtnis der Nation verankern. Sie will ihnen Gesicht und Stimme zurückgeben.
Sie erhebt bewusst nicht den Anspruch, eine umfassende Darstellung der Weimarer Republik zu liefern. Sie konzentriert sich auch nicht auf die jeweils sehr kurzen Kanzlerschaften, sondern präsentiert die Gesamtbiografien von Philipp Scheidemann, Gustav Bauer, Hermann Müller, Constantin Fehrenbach, Joseph Wirth, Wilhelm Cuno, Gustav Stresemann, Wilhelm Marx, Hans Luther, Heinrich Brüning, Franz von Papen und Kurt von Schleicher.



Da Erinnerung und Erinnerungskultur in unserem visuellen Zeitalter hauptsächlich mit optischen Eindrücken verbunden sind, wirkt die Ausstellung in erster Linie über die Fotografien. Dabei wurde besonders auf die Qualität der historischen Vorlagen und ihre Wiedergabe geachtet.
Zahlreiche Fotos, die aus dem Besitz von Kindern und Nachfahren der Reichskanzler stammen, sind zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen. Über 750 Fotos von rund 65 Leihgebern aus Deutschland, Österreich, Dänemark, Schweden, der Schweiz und den Niederlanden zeigen die Gemeinsamkeiten, aber auch die gravierenden Unterschiede in den Lebensläufen dieser zwölf Kanzler. Sie spiegeln Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik Deutschland wider.

Seit der erstmaligen Präsentation im Deutschen Bundestag im Jahre 2003 war die Ausstellung der Heidelberger „Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte“ an vielen Orten in ganz Deutschland zu Gast.
Dem Thema der Ausstellung steht eine besondere Aktualität bevor – jährt sich doch im kommenden Jahr die Gründung der Weimarer Republik zum hundertsten Mal.

Die Ausstellung ist in der Zeit von Mittwoch, 20. September bis Sonntag, 10 Dezember 2017 im Haus auf der Alb in Bad Urach zu sehen. Sie ist werktags von 9-16 Uhr zugänglich, an Wochenenden von 9-13 Uhr. Ausgenommen sind lediglich die Tage 2. und 3. Oktober sowie der 6. November.
Der Eintritt ist frei.




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